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Ich richte meine Augen zum Himmel.

Ich richte meine Augen zum Himmel.
Ich richte meine Augen zum Himmel.
© copy pixabay

 

Manche Texte oder Gebete helfen, den Blick neu auszurichten. Die eigene Trauer aus einer anderen Perspektive zu sehen. Kleine Spuren des Trostes und der Hoffnung zu entdecken. Ein Klick auf die Überschriften öffnet die zugehörigen kurzen Texte.

 

Ich glaube,

dass Gott aus allem,

auch aus dem Bösesten,

Gutes entstehen lassen kann und will.

Dafür braucht er Menschen,

die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.

Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage

soviel Widerstandskraft geben will,

wie wir brauchen.

Aber er gibt sie nicht im voraus,

damit wir uns nicht auf uns selbst,

sondern allein auf ihn verlassen.

In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.

Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind,

und dass es Gott nicht schwerer ist,

mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.

Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Schicksal ist, sondern dass er auf

aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet.
 

Dietrich Bonhoeffer, Einige Glaubenssätze über das Walten Gottes in der Geschichte, in: Widerstand und Ergebung, Prolog; gefunden auf: https://www.dietrich-bonhoeffer.net/zitat/729-ich-glaube-dass-gott-aus-al/

 

 

Gesegnet Deine Trauer

 

Gott unser Schöpfer

sei dir nahe

auf dem Weg der Trauer.

Er beschenke dich

mit der Gabe der Tränen 

und wecke dir Worte,

deinen Schmerz zu sagen.

Zartheit und Mitgefühl

mögen Dir begegnen

in der Zeit des Abschieds.

Unser Goitt

Nehme deine Klage an sein Herz

und stille dein Weinen.

Er, der Herr über Leben und Tod

erfülle dich mit Hoffnungskraft.
 

Antje Sabine Naegli aus:  Antje Sabine Naegeli, Umarme mich, damit ich weitergehen kann, Gebete des Vertrauens, Verlag Herder, Freiburg 2010, 134 (mit freundlicher Erlaubnis des Herder-Verlags)
 

 

Ich sehe deine Trauer

 

Zu schwer

sind Worte

zu lastend.

Den sanften Mantel

meines Schweigens

will ich

um deine Schultern

legen,

die Türen meiner Augen

öffnen,

dass du eintreten

und dich wärmen kannst.

Rufen will ich

den Engel,

der Trost weiß.

 

Antje Sabine Naegeli aus:  Antje Sabine Naegeli, Umarme mich, damit ich weitergehen kann, Gebete des Vertrauens,  Verlag Herder , Freiburg 2010, 135 (mit freundlicher Erlaubnis des Herder-Verlags)
 

 

O Gott, es gibt vieles, das ich nicht weiß. Es gibt vieles, das ich nicht durchschaue. Es gibt vieles, das ich nicht in der Hand habe.

Wenn ich mich ohnmächtig fühle, will ich einmal tief durchatmen und darauf vertrauen, dass ich nicht das Ganze bewältigen muss, sondern das tun kann, was mein Part ist.

Wenn ich verunsichert bin, will ich einmal tief durchatmen und darauf vertrauen, dass ich nicht alleine bin und dass unsere Weisheit gemeinsam reicher ist.

Wenn ich Angst habe, will ich einmal tief durchatmen und darauf vertrauen, dass ich nicht aus Gottes Nähe herausfalle, sondern dass Gottes Geist mir nahe ist.

Was ich weiß, ist: Mein Leben und meine Liebe und meine Würde reichen so viel weiter als das, was ich leisten oder tun kann.

Was ich sehen kann, ist: Nach jedem Winter kommt der Frühling und neues Leben wächst aus dem kalten Erdboden.

Was ich kann, ist tief durchatmen und dieser Welt Liebe einflößen, die sie so dringend braucht.

"Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen." (1. Korinther 13,13)

Nicht vergessen: Für andere sorgen. Vorsicht walten lassen. Vertrauen stärken. Den Glauben behalten!

 

 

Oh God, I'm Spinning Out: A Prayer

 

There is so much I do not know

There is so much I cannot see

There is so much I cannot control

In the moments I feel powerless, I will take a deep breath

trusting that I am tasked only with doing my part, not the whole

In the moments I feel unsure, I will take a deep breath

trusting that I am not alone and that together, our wisdom will be richer

In the moments I feel anxious, I will take a deep breath

trusting that there is no depth I can fall out of reach of the Spirit that holds me close

What I do know is that my life and love and worth extend far beyond my work

What I can see is that spring follows every winter and new life pokes out from cold ground

What I can control is my breath and the love I inject into a world so clearly lacking it

"And now these three remain: faith, hope, and love. But the greatest of these is love."

Remember - Care, Caution and Calm. And keep the faith!

 

(Rev. Dr. Hannah Adams Ingram, a University Chaplain)

 

Du Gott des Lebens, betroffen von der Not der Corona-Krise kommen wir zu Dir.

Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist

und bitten um Heilung für alle Erkrankten.

Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.

Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.

Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie, und allen Pflegenden Kraft in dieser extremen Belastung.

Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.

Wir danken für alle Frauen und Männer, die gewissenhaft die Versorgung und Infrastruktur unseres Landes aufrecht erhalten.

Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.

Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.

Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen,

sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.

Stärke die Herzen der alten und pflegebedürftigen Menschen,

berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,

dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.

Von ganzem Herzen flehen wir, dass die Epidemie abschwillt

und dass die medizinischen Einrichtungen und Ressourcen den aktuellen Anforderungen gerecht werden können.

Wir beten, dass die Zahlen der Infizierten und Erkrankten zurückgehen.

Und wir hoffen, dass in allen Bereichen bald wieder Normalität einkehren wird.

Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.

Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.

Ja, wir sind sterbliche Wesen und können nicht alles kontrollieren.

Du allein bist Ursprung und Ziel von allem, Du allein bist ewig, immer liebend.

Dein Heiliger Geist bewahre unsere Herzen in der Dankbarkeit.

Getragen von einem tiefen Frieden werden wir die Krise bestehen.

Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,

Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht

und macht unsere Herzen bereit, offen und aufmerksam füreinander.

 

Bischof Hermann Glettler, Bischof von Innsbruck / Impulse und Zuspruch im Rundfunk finden auch beim HR

 

Gebet in der Corona-Krise

Guter Gott,
die Corona-Krise macht uns Angst. Solch eine Situation hatten wir noch nie.

Auf der ganzen Welt werden Menschen deswegen krank.
Und noch viel mehr bleiben zuhause oder auf Abstand zueinander, um sich nicht anzustecken mit dem neuen Virus.

Ich bitte dich: Steh uns bei in dieser Situation.
Sei bei den Kranken und den Risikopatienten und bei allen, die sich um sie kümmern.

Besonders bitte ich dich für die Menschen, die einen lieben Menschen verloren haben und jetzt so dringend auf Beistand und Trost angewiesen sind. Lass sie deine Nähe besonders spüren und nimm ihre lieben Verstorbenen bei Dir auf.

Hilf uns, gelassen zu bleiben.
Hilf uns, Solidarität zu zeigen mit denjenigen, die wir jetzt besonders schützen müssen.

Guter Gott,
lass diese Corona-Krise bald vorübergehen.
Und schenke uns jetzt Mut und Zuversicht.

Amen.

Beate Hirt (erg. VMKitz)

 

Mit wie vielen Kreuzen beladen

gehen unzählige Menschen derzeit

ihren Weg durch ein Leben mit Krankheit,

voller Sorgen, Ängste, Nöte und Trauer?

Mit wie vielen Fragen richten

Menschen ihren Blick derzeit

auf das Kreuz Jesu und verbinden

ihr Kreuz und Leid mit dem seinen?

Mit wie vielen stillen Stoßgebeten

schauen Menschen erneut auf zum

Gekreuzigten, um in ihrem Schmerz

und Scheitern nicht zu verzweifeln?

Mit wie vielen guten Gedanken,

fürbittenden Gebeten und kleinen Gesten

sind Menschen einander derzeit

verbunden, um einander beizustehen?

Mit wie vielen Zeichen der Hoffnung,

der Anteilnahme und des Trostes

beschenken und bestärken Menschen

einander derzeit auf wunderbare Weise?

Mit wie vielen Menschen können wir

Gerade derzeit unsere Hoffnung teilen,

dass in der Schmach und Torheit

des Kreuzes Heil und Segen liegen?

 

Paul Weismantel aus Notruf

 

Gottes Kraft

geht alle Wege

mit, auch die

holprigen, die

schlimmsten

und allerletzten.

Gottes Geist

lenkt alle Wege

zum guten Ende,

auch die dunklen,

die schmerzlichen

und schrecklichen.

Gottes Wort

erhellt alle Wege

mit seinem Licht,

durch seinen Trost,

in seiner Treue.

Gottes Ja

bleibt unser Weg,

unsere Wahrheit

und unser Leben.

 

Paul Weismantel aus Notruf

 

Manchmal sind die Dinge schwer,

die Lasten und Plagen,

die wir zu tragen haben,

durch die wir schmerzlich an unsere Grenzen stoßen

und nicht mehr weiter wissen.

 

Manchmal plagen wir uns selbst

mit all dem, was wir uns weder gewünscht

noch gewollt oder geplant haben, sondern

was wir nur annehmen und ertragen können.

 

Manchmal sind sie bedrohlich,

die Ängste und Plagen, die uns überfallen

und über uns hineinbrechen.

Die uns lähmen und

denen wir ohnmächtig ausgeliefert sind.

 

Manchmal übersehen wir bei all dem,

was uns gerade plagt,

dass andere Menschen mit noch härteren schlägen

und heftigeren Problemen fertig werden müssen.

 

Manchmal vergessen wir bei all unseren Fragen und Plagen

den zu bitten,

der uns seine Hilfe versprochen hat

im ewigen Bund seiner Treue.

 

Paul Weismaltel aus Notruf

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